Sie wissen nicht, welches USB-C-Kabel Sie kaufen sollen oder warum manche USB-C-Kabel Bildsignale übertragen können, während andere nur zum Laden geeignet sind? In diesem Artikel erfahren Sie, worauf Sie bei der Auswahl eines USB-C-Kabels achten sollten und wie Sie das passende Modell für Ihre Anforderungen finden.

USB-C hat sich in den letzten Jahren zum am weitesten verbreiteten Anschluss für Notebooks, Smartphones, Tablets, Monitore und zahlreiches weiteres Zubehör entwickelt. Dennoch gibt es nach wie vor viele Missverständnisse rund um USB-C. Viele Anwender gehen davon aus, dass alle USB-C-Kabel dieselben Funktionen bieten. Tatsächlich können sich ihre Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten jedoch erheblich unterscheiden.
USB-C-Kabel sind heute nahezu überall erhältlich und oft schon zu sehr günstigen Preisen. Deshalb fragen sich viele Nutzer, woran man ein hochwertiges USB-C-Kabel erkennt und welches USB-C-Kabel die richtige Wahl ist, damit Laden, Datenübertragung und der Anschluss eines Monitors zuverlässig funktionieren. Ein ungeeignetes Kabel gehört zu den häufigsten Ursachen für Probleme bei der Monitorverbindung, langsame Datenübertragungen oder eine unzureichende Stromversorgung des Notebooks.
USB-C hat sich als neuer Standard für den Anschluss und das Laden moderner elektronischer Geräte etabliert. Darüber hinaus hat die Europäische Union USB-C als gemeinsamen Ladeanschluss für die meisten tragbaren elektronischen Geräte vorgeschrieben. Ziel ist es, die Nutzung von Ladegeräten zu vereinfachen und gleichzeitig Elektroschrott zu reduzieren.
Dass viele Geräte denselben USB-C-Anschluss verwenden, bedeutet jedoch nicht, dass alle USB-C-Kabel dieselben Funktionen oder dieselbe Leistung bieten.
USB-C beschreibt ausschließlich die Bauform des Steckverbinders. Der Anschluss selbst gibt keinerlei Auskunft über die unterstützte
Datenübertragungsgeschwindigkeit, die Bildübertragung oder die Ladeleistung. Deshalb können zwei äußerlich identische USB-C-Kabel völlig unterschiedliche Eigenschaften besitzen.
Nicht jedes USB-C-Kabel kann Videosignale übertragen. Wenn Sie einen externen Monitor anschließen möchten, müssen sowohl das Notebook, der Monitor als auch das verwendete USB-C-Kabel die Bildübertragung unterstützen. Andernfalls bleibt der Monitor möglicherweise schwarz, obwohl die Geräte scheinbar korrekt verbunden sind.
Am zuverlässigsten ist ein Blick in die technischen Spezifikationen des Herstellers. Achten Sie auf Angaben wie DisplayPort Alt Mode, Video Output, 4K Video, 8K Video, USB4, Thunderbolt™ 3 oder Thunderbolt™ 4.
Werden lediglich die maximale Ladeleistung (zum Beispiel 60 W oder 100 W) angegeben und finden sich keine Hinweise auf Bildübertragung oder die genannten Standards, sollten Sie nicht davon ausgehen, dass das Kabel den Anschluss eines externen Monitors unterstützt.
Wenn Sie ein USB-C-Kabel für einen Monitor suchen, achten Sie darauf, dass es die Bildübertragung über DisplayPort Alt Mode, Thunderbolt™ 3 oder Thunderbolt™ 4 unterstützt.
Die häufigste Ursache ist ein ungeeignetes Kabel. Manche USB-C-Kabel sind ausschließlich zum Laden oder für die grundlegende Datenübertragung ausgelegt.
Für die Bildübertragung müssen sowohl das Kabel als auch die angeschlossenen Geräte einen entsprechenden Standard wie DisplayPort Alt Mode oder Thunderbolt unterstützen.
Moderne externe SSDs erreichen heute beeindruckend hohe Übertragungsgeschwindigkeiten. Verwenden Sie jedoch ein langsameres Kabel, wird die Datenübertragung entsprechend ausgebremst. Denn die maximale Geschwindigkeit wird immer vom langsamsten Glied der Verbindung bestimmt – ganz gleich, ob es sich um das Gerät, den USB-Anschluss oder das Kabel handelt.
Für die meisten externen SSDs empfiehlt sich ein Kabel mit USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s). Nutzen Sie eine leistungsstarke NVMe SSD in einem modernen externen SSD-Gehäuse, beispielsweise mit 20 Gbit/s oder USB4, sollten Sie ein Kabel mit USB 3.2 Gen 2x2 (20 Gbit/s) oder USB4 (40 Gbit/s) wählen. Nur so lässt sich die volle Leistung einer schnellen SSD ausschöpfen.
Beachten Sie jedoch, dass selbst das beste Kabel die Übertragungsgeschwindigkeit nicht über die Möglichkeiten des externen SSD-Gehäuses oder des USB-Anschlusses Ihres Computers hinaus steigern kann. Schließen Sie beispielsweise ein USB4-SSD-Gehäuse mit einer maximalen Geschwindigkeit von 40 Gbit/s an einen USB 3.2 Gen 2-Anschluss an, ist die Datenübertragung auf 10 Gbit/s begrenzt. Für die bestmögliche Leistung sollten SSD, externes SSD-Gehäuse, Kabel und USB-Anschluss denselben oder einen höheren Standard unterstützen.
Die Wahl des richtigen USB-C-Kabels hängt in erster Linie davon ab, wofür Sie es verwenden möchten. Manche Kabel sind ausschließlich zum Laden geeignet, andere unterstützen zusätzlich eine schnelle Datenübertragung, den Anschluss externer Monitore oder vereinen alle diese Funktionen in einem einzigen Kabel.
Wenn Sie ein USB-C-Kabel für Ihr Notebook oder ein USB-C-Ladekabel suchen, sollten Sie besonders auf die unterstützte Ladeleistung sowie auf USB Power Delivery (USB PD) achten. Für den Anschluss eines Monitors ist die Unterstützung der Bildübertragung entscheidend. Bei schnellen externen SSDs spielt dagegen die unterstützte Datenübertragungsgeschwindigkeit die wichtigste Rolle.
Wenn Sie eine zukunftssichere All-in-One-Lösung suchen, treffen Sie mit einem USB4- oder Thunderbolt™-Kabel die richtige Wahl. Ein solches Kabel unterstützt schnelle Datenübertragung, Bildübertragung und die Stromversorgung Ihres Notebooks über nur ein einziges Kabel.
| Standard | Maximale Geschwindigkeit | Typische Einsatzbereiche |
| USB 2.0 | 480 Mbit/s | Tastaturen, Mäuse, Drucker, Smartcard-Lesegeräte |
| USB 3.2 Gen 1 | 5 Gbit/s | USB-Sticks, externe HDDs, USB-Hubs |
| USB 3.2 Gen 2 | 10 Gbit/s | Externe SSDs, Dockingstationen, große Datenübertragungen, Monitore |
| USB 3.2 Gen 2x2 | 20 Gbit/s | Leistungsstarke NVMe-SSD-Gehäuse, Monitore |
| USB4 | Bis zu 40 Gbit/s | Hochleistungs-SSDs, Dockingstationen, universelle Verbindung über ein einziges Kabel, professionelle Foto- und Videobearbeitung
|
USB-C-Kabel sehen zwar auf den ersten Blick gleich aus, ihre Funktionen können sich jedoch erheblich unterscheiden. Achten Sie bei der Auswahl deshalb nicht nur auf den USB-C-Anschluss selbst, sondern auch auf die unterstützte
Datenübertragungsgeschwindigkeit, die Bildübertragung sowie die maximale Ladeleistung.
Wenn Sie diese Unterschiede kennen, fällt es Ihnen leicht, das passende USB-C-Kabel für Ihre Geräte und Ihren Einsatzzweck auszuwählen. Ein richtig gewähltes Kabel verhindert unnötige Kompatibilitätsprobleme und sorgt dafür, dass Sie das volle Potenzial Ihrer Geräte ausschöpfen können.
Ein hochwertiges USB-C-Kabel kostet möglicherweise etwas mehr, erspart Ihnen jedoch Ärger durch Verbindungsprobleme mit Monitoren, langsame Datenübertragungen oder eine unzureichende Stromversorgung.
Woran erkenne ich, ob ein USB-C-Kabel die Bildübertragung unterstützt?
Die entsprechenden Informationen sollten in den technischen Spezifikationen des Kabels angegeben sein. Ohne Unterstützung der Bildübertragung kann kein externer Monitor über USB-C angeschlossen werden.
Funktioniert jedes USB-C-Kabel mit einem Monitor?
Nein. Manche USB-C-Kabel unterstützen ausschließlich das Laden oder die grundlegende Datenübertragung und eignen sich daher nicht für die Bildübertragung.
Welches USB-C-Kabel benötige ich für ein Notebook?
Das hängt von der benötigten Ladeleistung und den gewünschten Funktionen ab – beispielsweise von der Unterstützung der Bildübertragung oder einer hohen Datenübertragungsgeschwindigkeit.
Warum wird mein Notebook nicht über USB-C geladen?
Ihr Notebook muss das Laden über USB Power Delivery (USB PD) unterstützen. Ein USB-C-Anschluss allein reicht dafür nicht aus. Die Ursache kann auch ein ungeeignetes Kabel oder ein Netzteil mit zu geringer Leistung sein.
Warum ist meine externe SSD langsamer als erwartet?
Die Ursache kann ein langsamer USB-Anschluss, ein ungeeignetes externes SSD-Gehäuse oder ein Kabel mit einer zu geringen Datenübertragungsgeschwindigkeit sein.
Woran erkenne ich ein hochwertiges USB-C-Kabel?
Achten Sie auf den unterstützten USB-Standard, die maximale Datenübertragungsgeschwindigkeit, die Unterstützung der Bildübertragung sowie die maximale Ladeleistung. Ein seriöser Hersteller sollte diese Informationen immer in den technischen Spezifikationen angeben.